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Ahorn

Ahorn  (Spitzahorn)

Botanischer Name Acer platanoides
Familie Aceraceae (Ahorngewächse)
Andere Namen  
Bergahorn Acher, Aesche, Bergäsche, Fladerbaum, Urle, Weissarle
Feldahorn: Massholder, Messelder
Spitzahorn: Leinbaum, Leinurle, Len, Lenne, Löhne
Vorkommen: Der Ahorn ist in ganz Europa weit verbreitet anzutreffen.
Der Spitzahorn wird oft in Parkanlagen als Schattenspender angepflanzt.
   
Blütezeit: März – Mai

Aussehen

 

Der Spitzahorn ist ein gut wachsender Baum, der Höhen bis zu 30 m erreicht.
Er bildet eine gleichmässig gewölbte Krone auf einem eher kurzen Stamm aus.

 

Die glatte, graue Rinde stösst sich in länglichen Schuppen vom Stamm ab. Die Blätter sind 5-7 lappig und
auf beiden Seiten praktisch gleichfarbig und glänzend. Die einzelnen Lappen sind zugespitzt und spärlich
lang gezähnt Der Spitzahorn trägt im April – Mai gelb-weisse Blüten, die in herabhängenden Dolden erscheinen.

 

Die geflügelten Früchte treten in auffallend stumpfen Winkel weit auseinander. In der Mitte des Winkels tragen
die beiden Flügel je ein flaches Nüsschen. Als grüne Frucht sind sie schon im Mai in schweren, herabhängenden
Trauben zu sehen. Später werden sie braun und lassen sich als "Propeller" vom Wind durch die Luft tragen. Im
Herbst färben sich die Blätter der Ahornarten in den auffallenden Rot- und Gelbfarben.
 

Geschichtliches

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Plinius Sekundus, ein römischer Geschichtsschreiber, der in der Zeit von 23 – 79 n. Chr. lebte, erzählt uns von
Ahornbäumen. Jedoch ist nicht ganz klar, welche Art er beschreibt. Es könnte sich sehr wohl um den Französischen
Massholder (Acer monspessulanum) handeln.

 

Ahornpfähle wurden in unseren Gegenden schon von den Pfahlbauern als Grundpfähle für ihre Hütten verwendet.

 

Als Heilmittel ist der Ahorn sehr alt, denn wir finden auf dem Papyrus Ebers bereits seine Erwähnung als eines der
wichtigsten Heilmittel in der Heilkunde der alten Ägypter. Zwar ist auch hier nicht klar, um welche Ahornart es sich
genau handelt.

 

In späteren Schriften finden sich immer wieder Angaben zum Ahorn als Heilmittel. Im 12. Jahrhundert beschreibt uns
die heilige Hildegard v. Bingen den Ahorn. Dabei handelt es sich um den Berg-Ahorn, der im Gegensatz zum Spitzahorn
spitzwinklige Flügelfrüchte trägt.

 

Die heilige Hildegard beschreibt den Ahorn als kalt und trocken. Auch bezeichnet sie ihn als einen Baum, der jegliches
Erschrecken versinnbildlicht. Als Heilmittel empfiehlt sie den Berg-Ahorn bei langandauernden Fiebern zu Bädern und als
Weingetränk.

 

Auch die Heilkundigen des Mittelalters kannten den Ahorn sehr gut. Stets war es der Berg-Ahorn, der beschrieben

wurde, und überall wurde er als kühlendes Element verwendet.

 

Heute ist der Ahorn wieder durch seinen ausgeprägten Saftgehalt bekannt geworden. Obschon die Gewinnung des
Ahornsaftes uralt ist, wurde sie bei uns während vielen Jahrzehnten praktisch vergessen. Heute gewinnt der Saft als
Sirup und dementsprechend als Süßstoff wieder vermehrt an Bedeutung

 

Naturwissenschaftliche Heilpflanzenbeschreibung


 Erstaunlicherweise ist die offizielle, medizinische Anwendung des Ahorns nicht mehr geläufig, obschon bis zum Anfang
des 19. Jahrhunderts Heilmittel aus den Zweigen, Blättern, dem Holz und aus dem Saft gewonnen wurde.

 

Heute ist lediglich noch der Saft als Sirup in Anwendung.

 

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Sammelzeit: Februar - Mai
Inhaltstoffe vorwiegend Saccharose

 

Anwendung

 

Innerlich Der Saft des Ahorns gilt als gut verträgliches
Diätetikum und wird in der Diätkost entsprechend als Süssmittel eingesetzt.

 

Zubereitung

 

Innerlich  Der Ahornsaft sollte vom Laien nicht selber gewonnen werden, da der Baum bei einer
unsachgemässen Behandlung verblutet.
 
Volksheilkundliche Anwendung des Ahorns

 

Allgemeine Anwendung

 

Als Heilmittel hat der Ahorn in der Volksheilkunde nach wie vor eine gewisse Bedeutung. Hauptsächlich wird seine
kühlende und abschwellende Eigenschaft geschätzt.

Es werden Umschläge mit der Rinde und den Blättern gemacht. Die frischen Rinden und Blätter werden gut gequetscht
und bei geschwollenen Gelenken, aber auch bei entzündeten Augen aufgelegt.

 

Ebenso dürfen wir bei schweren, müden und brennenden Füssen auf die kühlende Eigenschaft der Blätter zurückgreifen.

Dabei legen wir sie in die Socken. Auch Insektenstiche können mit den frischen Blätter und Rinden recht gut behandelt
werden.    Bei fiebrigen Erkrankungen empfiehlt es sich, die Blätter gequetscht auf die Fusssohlen zu legen.

 

Esoterische Anwendung des Ahorns

 

Allgemeines

Der Ahorn ist einer der 7 kosmischen Bäume, der in der Analogiereihe der Zahl 7 einen festen Platz hat. In dieser Reihe
nimmt er den 6. Platz ein und korrespondiert mit dem Planeten Jupiter, analog dem Donnerstag als Tag, dem Zinn als
Metall und mit der Farbe blau.

 

Der Ahorn steht als Bild des "Aufgeschreckten".

 

Das sanfte Verglühen von Ahornholz über heisser Holzkohle und der dadurch entstehende Geruch beruhigen, besänftigen
und kühlen die innere Hitzigkeit und die Hast, die oft derjenigen eines aufgeschreckten Huhnes, das beinahe kopflos, laut
schreiend und ganz aufgelöst und erregt in der Gegend herumrennt, gleichkommt.
 

Pflanzenastrologische Anwendung

 

Der Ahorn steht in Beziehung zum Planeten Jupiter

Stärkende Anwendung

Bei Leberstörungen, besonders bei Leberstauungen, die zu Stoffwechselstörungen führen.

Schwächende Anwendung

 

Bei zu starker Gallenbildung. Zum Ausgleichen der Leber – Gallentätigkeit.

Die Anwendung erfolgt in Form von Blatt- und Rindenauflagen und durch die Einnahme des Ahornsirups. Für die Auflagen können frische oder getrocknete Blätter und Rinden gebraucht werden.

Baumheilkundliche Anwendung des Ahorns

 

Dem Menschen, der durch irgendein Ereignis aufgeschreckt und erschüttert wird, und dann nur schwerlich wieder seine
Ruhe und Ausgeglichenheit findet, ihm bietet sich der Ahorn als Baum an. Bei ihm täglich einige Minuten zu ruhen sich
abzukühlen, um wieder einen klaren Kopf zu bekommen, ist wohl die direkteste Form, diesen Neigungen etwas Ausgleich
zu bringen.

Als Therapie eignet sich auch die zusätzliche Zubereitung des "Sonnentees" aus den frischen Blättern sehr gut.

Ahorn als Wildgemüse

 

Die ganz jungen und noch nicht aufgebrochenen Ahornblätter können wir im Januar-März zu unseren Salatmischungen als


Beigabe verwenden.

 

Der im Frühjahr gewonnene Ahornsirup dient uns als gut bekömmliches, leicht abführendes Süssmittel. Zudem lässt sich
aus dem Ahornsaft auch Essig zubereiten.


Kosmetische Anwendung des Ahorns

 

Teeaufgüsse dienen als Waschungen und die frischen, gequetschten Blätter haben eine entzündungswidrige und sanft
entspannende Eigenschaft bei stark gespannter und gereizter Haut.

Ahorn in der Holzverarbeitung

 

Bei den Bäumen gilt das Ahornholz als ein sehr warmes, wenn auch nicht so starkes Holz. Das Ahorn ist ein helles, weissesbis gelbes Holz. Es wird in erster Linie als sehr schönes und angenehm zu verarbeitendes Drechslerholz geschätzt. Aus demselben Grund wird das Ahornholz auch in der Möbelschreinerei verwendet. Die daraus hergestellten Möbelstücke wirken warm und stahlen diese Wärme auch aus.

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