Aussehen
Dieser Nadelbaum kann unter günstigen Bedingungen bis 36 m hoch werden. Die Arve hat einen eher kegelförmigen Wuchs mit sehr kräftigen, abstehenden Ästen. Die rötliche Rinde ist bei älteren Bäumen in viele dünne Schuppen geteilt. Die Nadeln wachsen an Kurztrieben zu 5 Büscheln, sind derb- dreikantig und blaugrün glänzend.
Die weiblichen Zapfen sind anfangs grünlich-violett und bräunen sich mit dem reifen. Sie setzen sich aus rundlichen, dicken Zapfenschuppen zusammen und haben eine eher gedrungene Form.
Geschichtliches:
Eigentlich lässt sich recht wenig über die Arve finden. In Berggegenden spielt sie schon immer eine Rolle als Lieferant der Arvennüsschen.
Sie zu sammeln, ist jedoch grundsätzlich verboten.
Als Heilmittel scheint sie nur ganz selten Verwendung gefunden zu haben. Lonicerus beschreibt eine Kieferart (es kann sich aber ebenso um die Kiefer – Pinus silvestris handeln), deren Nadeln er bei Zahnschmerzen, Leberleiden,.
Husten und zur Entgiftung von Lebensmitteln empfiehlt. Hyronimus Bock beschreibt 1565 die Arve ähnlich wie Lonicerus die Kieferarten.
Naturwissenschaftliche Heilpflanzenbeschreibung
Die Eigenschaften der Arve können grundsätzlich mit denen der Fichte, Kiefer und der Lärche verglichen werden.
Baumheilkundliche Anwendung
Der Standort und das gesamte Erscheinungsbild wirken sehr oft noch eindrücklicher als diejenigen der Fichte und der Tanne.
Die Arve stahlt eine unwahrscheinliche Lebenskraft und Ausdauer und auch viel Wärme aus Die Feingliedrigkeit der Fichte und Tanne weicht bei der Arve zugunsten, manchmal auch auf Kosten, der Trotzigkeit und des Kämpfermutes.
Hin und her gerissene, rasch nachlassende Kräfte und Begeisterung, aber auch Unselbstständigkeit sind Eigenschaften, die die Arve auszugleichen vermag.
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