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Birke

Botanischer Name:

Betula pendula

 

 

Familie:

Betulaceae   (Birkengewächse)

 

 

Andere Namen:

Hängebirke, Harzbirke, Maibirke, Moorbirke, Rauchbirke, Warzenbirke, Weissbirke

 

 

Vorkommen: 

Europa Asien.

 

Die Birke wächst einzeln in Wäldern, an Ufern und in Torfmooren.

Oft bildet sie auch ganze Gruppen. Im Norden Europas in Finnland,

Schweden und Dänemark, trifft man weite Birkenwälder an.

 

 

Blütezeit:

April – Mai

Aussehen:

Als Baum wird die Birke bis zu 30 m hoch. Sie ist eher ein geselliger Baum, der gerne in kleinen Gruppen oder sogar als grosse Wälder auftritt. Ihre Rinde ist schneeweiss, solange der Baum noch jung ist. Im Alter überzieht sich der Stamm mit schwarzen Rissen.

Er erscheint borstig und schuppig. Die Zweige sind elastisch und meist hängend. Die Blätter sind gezähnt, dreieckig und länglich zugespitzt. Jung sind sie leicht behaart, ausgewachsen sind sie kahl. Ihr Geschmack ist im Alter bitter-aromatisch und zusammenziehend.

Die weiblichen Kätzchen sind grün und aufrecht. Die männlichen Kätzchen sind braun und hängend. Die Frucht ist eine Flügelfrucht, wobei die Flügel doppelt so breit sind wie die Nüsschen.

 

Geschichtliches:


Scheinbar war die Birke bei den Griechen und bei den Römern als Heilmittel unbekannt. Hingegen wurden verschiedene Birkenarten im alten China schon seit Jahrhunderten als Heilpflanzen angewendet. Bei den Slaven und Germanen spielte die Birke auch im Volksglauben eine sehr grosse Rolle. 

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Die hlg. Hildegard bezeichnet die Birke als das Glück. Sie kennt sie sehr gut als Heilmittel bei den verschiedensten Hauterkrankungen, wie z.B. Furunkeln. In Europa taucht die Birke erst im späten Mittelalter als Heilmitte auf. Matthoile nannte sie schon damals


"Nierenbaum".

 

Er erkannte erstmals deutlich ihre harntreibenden Eigenschaften.

Naturwissenschaftliche Heilpflanzenbeschreibung

 

Naturwissenschaftliche Heilpflanzenbeschreibung

 

Verwendete Teile:

 Blätter Folium betulae

Teer  

Pix betulae

 

Knospen

Sammelzeit:  

Blätter              Juni – September

Saft, Knospen 

März – Mai

Wirkstoffgruppe:  

Glycosidhaltige Drogen

Hauptwirkstoff:

Saponinglycoside (in der ganzen

 

Blätter, Knospen          ätherische Öle, Harze, Flavonoide,  Bitterstoff

Saft:

Nebst den genannten noch viel Zucker das sogenannte Xylit.

 

Wirkungen

 

Hauptwirkungen:         

Wasser treibend, entzündungswidrig

 

 

Nebenwirkungen:

schweisstreibend, gallenbildend, Gallenabfluss fördernd

 

Anwendungen

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innerlich:

bei schlechter Harnausscheidung, bei Gicht und rheumatischen Krankheiten, bei Wassersucht, bei Entzündungen der Harnwege, bei Gallenblasenentzündungen und Leberbeschwerden, bei Hautkrankheiten, zur Blutreinigung

 

 

äusserlich:

bei Hautkrankheiten, bei eiternden Wunden

 

Zubereitungen

 

innerlich:  

als Tee:                1-2 Teelöffel Blätter auf eine Tasse Wasser- Aufguss 2 – 4 Tassen pro Tag.
als Saft:  
               Täglich 3 Trinkgläser voll verdünnt mit Wasser (1:1)

 

 

äusserlich: 

als Bad                  100 gr Blätter auf 1 lt Wasser. Abkochen und  dem Badewasser zugiessen.
als Waschung:  Dazu wird der Tee aus den Blättern verwendet.
als Umschlag:   Die frischen Blätter quetschen und auflegen.

 

Besonderes:  Die Birkenblätter reizen die Nieren praktisch nicht. Sie sind daher allgemein den Wachholderbeeren vorzuziehen.

 

Volksheilkundliche Anwendung


In der Volksheilkunde ist die Birke ein sehr beliebtes und weit verbreitetes Heilmittel.
Vorwiegend die Blätter und Knospen dienen zur Behandlung von Wassersucht und rheumatischen Erkrankungen.

Die Frühjahrskuren zur Anregung des gesamten Stoffwechsels sind ebenso bekannt. Hierzu dienen die Blätter wie auch der leichtsüssliche Birkensaft.

 

Die Blätter


werden noch angewendet bei Steinerkrankungen, bei unterdrückten Schweissabsonderungen, bei Fettleibigkeit und bei
hohem Cholesterinspiegel.

 

Der Birkensaft im speziellen wirkt allgemein stärkend und vor allem auch blutreinigend. Hinzu kommt noch eine gewisse
antidepressive Eigenschaft, an die wieder vermehrt gedacht werden sollte.

 

Die Birkenrinde dient als fiebersenkendes Mittel ei allen fiebrigen Erkrankungen.

 

Baumheilkundliche Anwendung 

 

 

Die Birke bringt Licht und Fröhlichkeit in die Seele. Sie kann auch zu Melancholie

 

führen. Sie entspannt und beruhigt die Nerven.

 

Bei den verschiedentlich genannten, organischen Krankheiten ist es empfehlenswert, häufig eine Birke aufzusuchen, und zwarjeweils morgens und abends. Verharrung und Unbeweglichkeit sind oft Folgen von bitteren Enttäuschungen. Die Birke
bringt wieder Beweglichkeit, Nachgiebigkeit und Durchlässigkeit zurück.

 

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