Aussehen:
Als Baum wird die Birke bis zu 30 m hoch. Sie ist eher ein geselliger Baum, der gerne in kleinen Gruppen oder sogar als grosse Wälder auftritt. Ihre Rinde ist schneeweiss, solange der Baum noch jung ist. Im Alter überzieht sich der Stamm mit schwarzen Rissen.
Er erscheint borstig und schuppig. Die Zweige sind elastisch und meist hängend. Die Blätter sind gezähnt, dreieckig und länglich zugespitzt. Jung sind sie leicht behaart, ausgewachsen sind sie kahl. Ihr Geschmack ist im Alter bitter-aromatisch und zusammenziehend.
Die weiblichen Kätzchen sind grün und aufrecht. Die männlichen Kätzchen sind braun und hängend. Die Frucht ist eine Flügelfrucht, wobei die Flügel doppelt so breit sind wie die Nüsschen.
Geschichtliches:
Scheinbar war die Birke bei den Griechen und bei den Römern als Heilmittel unbekannt. Hingegen wurden verschiedene Birkenarten im alten China schon seit Jahrhunderten als Heilpflanzen angewendet. Bei den Slaven und Germanen spielte die Birke auch im Volksglauben eine sehr grosse Rolle.
Die hlg. Hildegard bezeichnet die Birke als das Glück. Sie kennt sie sehr gut als Heilmittel bei den verschiedensten Hauterkrankungen, wie z.B. Furunkeln. In Europa taucht die Birke erst im späten Mittelalter als Heilmitte auf. Matthoile nannte sie schon damals
"Nierenbaum".
Er erkannte erstmals deutlich ihre harntreibenden Eigenschaften.
Naturwissenschaftliche Heilpflanzenbeschreibung
Naturwissenschaftliche Heilpflanzenbeschreibung
Verwendete Teile: |
Blätter Folium betulae |
Teer |
Pix betulae |
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Knospen |
Sammelzeit: |
Blätter Juni – September |
Saft, Knospen |
März – Mai |
Wirkstoffgruppe: |
Glycosidhaltige Drogen |
Hauptwirkstoff: |
Saponinglycoside (in der ganzen |
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Blätter, Knospen ätherische Öle, Harze, Flavonoide, Bitterstoff |
Saft: |
Nebst den genannten noch viel Zucker das sogenannte Xylit. |
Wirkungen
Hauptwirkungen: |
Wasser treibend, entzündungswidrig |
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Nebenwirkungen: |
schweisstreibend, gallenbildend, Gallenabfluss fördernd |
Anwendungen
innerlich: |
bei schlechter Harnausscheidung, bei Gicht und rheumatischen Krankheiten, bei Wassersucht, bei Entzündungen der Harnwege, bei Gallenblasenentzündungen und Leberbeschwerden, bei Hautkrankheiten, zur Blutreinigung |
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äusserlich: |
bei Hautkrankheiten, bei eiternden Wunden |
Zubereitungen
innerlich: |
als Tee: 1-2 Teelöffel Blätter auf eine Tasse Wasser- Aufguss 2 – 4 Tassen pro Tag.
als Saft: Täglich 3 Trinkgläser voll verdünnt mit Wasser (1:1) |
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äusserlich: |
als Bad 100 gr Blätter auf 1 lt Wasser. Abkochen und dem Badewasser zugiessen.
als Waschung: Dazu wird der Tee aus den Blättern verwendet.
als Umschlag: Die frischen Blätter quetschen und auflegen. |
Besonderes: Die Birkenblätter reizen die Nieren praktisch nicht. Sie sind daher allgemein den Wachholderbeeren vorzuziehen.
Volksheilkundliche Anwendung
In der Volksheilkunde ist die Birke ein sehr beliebtes und weit verbreitetes Heilmittel.
Vorwiegend die Blätter und Knospen dienen zur Behandlung von Wassersucht und rheumatischen Erkrankungen.
Die Frühjahrskuren zur Anregung des gesamten Stoffwechsels sind ebenso bekannt. Hierzu dienen die Blätter wie auch der leichtsüssliche Birkensaft.
Die Blätter
werden noch angewendet bei Steinerkrankungen, bei unterdrückten Schweissabsonderungen, bei Fettleibigkeit und bei
hohem Cholesterinspiegel.
Der Birkensaft im speziellen wirkt allgemein stärkend und vor allem auch blutreinigend. Hinzu kommt noch eine gewisse
antidepressive Eigenschaft, an die wieder vermehrt gedacht werden sollte.
Die Birkenrinde dient als fiebersenkendes Mittel ei allen fiebrigen Erkrankungen.
Baumheilkundliche Anwendung
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Die Birke bringt Licht und Fröhlichkeit in die Seele. Sie kann auch zu Melancholie |
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führen. Sie entspannt und beruhigt die Nerven. |
Bei den verschiedentlich genannten, organischen Krankheiten ist es empfehlenswert, häufig eine Birke aufzusuchen, und zwarjeweils morgens und abends. Verharrung und Unbeweglichkeit sind oft Folgen von bitteren Enttäuschungen. Die Birke
bringt wieder Beweglichkeit, Nachgiebigkeit und Durchlässigkeit zurück.
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