Aussehen
Mit ihrem auffallend silbergrauen, glatten Stamm ist die Buche leicht zu erkennen. Sie kann eine Höhe von 40 m erreichen. Nach oben hin bildet sie eine weit verzweigte, breite, gewölbte Krone.
Die eher hellgrünen, elliptisch-länglichen Blätter sind 4-10 cm lang und mit feinen Wimpern besetzt. die männlichen Blüten wachsen in zahlreichen Büscheln hängend oder aufrecht stehend und sind von grünbrauner Farbe. Die weiblichen Blüten bilden zunächst vierlappige, geschlossene, stachelige und schuppige Hüllen. Mit der Reife öffnen sie sich und geben die Nüsschen, die Bucheckern frei.
Geschichtliches
Als Laubbaum hat die Buche eine alte Vergangenheit, die bis in die Urgeschichte der Erde, ins Tertiär zurück reicht.
Das Wort Buch – Stabe hat eine Beziehung zur Buche. Die heiligen Orakelzeichen der alten keltischen Weisen, die Runen, wurden auf Buchenholzstäbchen eingeritzt. Einerseits stellten die Runen ein Alphabet für schriftliche Mitteilungen da. Anderseits, was mir noch viel wichtiger erscheint, bedeuten die Runen das Alphabet des Lebens, die gleich wie das chinesische Weisheits- und Orakelbuch "I Ging" befragt werden können.
Zur Buche als Heilmittel finden wir sehr ausführliche Beschreibungen bei der hlg. Hildegard v. Bingen. Sie beschreibt die Buche als mögliches Heilmittel bei Krämpfen, Fieber und Gelbsucht. Heute wird die Anwendung der Buche vernachlässigt, obschon sie wichtige und gut wirksame Heileigenschaftenaufweist.
Naturwissenschaftliche Heilpflanzenbeschreibung
Die Buche ist heute nicht mehr als offizielles Heilmittel im Gebrauch. Früher spielte das Kreosotum (Buchenholzteer) eine gewisse Rolle. Als krebserregendes Mittel ist es heute in Verruf geraten. Trotzdem möchte ich hier die wichtigsten Angaben aufführen:
Verwendete Teile: Rinde, Holz, Früchte
Sammelzeit: |
Rinde: von 2-3 jährigen Zweigen im Februar-März |
Holz: |
Februar-März |
Früchte: |
August-Oktober |
Wirkstoffgruppe: |
Drogen mit noch wenig untersuchten Wirkstoffen. |
Hauptwirkstoff: |
Rinde: Gerbstoffe |
Holz: |
Kreosotum (Guacol, Creoso, Creosolen) |
Früchte: |
fettes Öl bis 60% |
Nebenwirkstoffe: |
Früchte: Eiweiss, Fagin |
Wirkungen
Hauptwirkung: |
Rinde: zusammenziehend, entzündungswidrig |
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Holz: desinfizierend |
Nebenwirkung: |
Rinde: fiebersenkend |
Volksheilkundliche Anwendung
Wer kennt nicht den Spruch: "Vor Eichen sollst Du weichen, vor Fichten sollst Du flüchten, auch Weiden sollst Du meiden, doch Buchen sollst Du suchen".
Interessanterweise haben statistische Untersuchungen gezeigt, dass die Buche rund 54 mal weniger vom Blitz getroffen werden als z.B. die Eichen. Mir hat einmal jemand erklärt, in welchem Zusammenhang das stünde. "Die Wurzelform sei ganz wichtig. Flache, weit auslaufende Wurzelbäume ziehen den Blitz weniger an, pfahlartige, spitz in den Boden wachsende Wurzelbäume ziehen den Blitz mehr an" meint er. Ob dies zutrifft, liesse sich sicher auch statistisch untersuchen. Ich glaube dass die Erfahrung des Mannes nahe bei der Wahrheit liegt.
Die volksheilkundliche Anwendung der Buche ist ebenfalls praktisch untergegangen und in Vergessenheit geraten. Hin und wieder begegne ich noch der einen oder anderen Anwendung.
Als fiebersenkendes Mittel wird ein Tee aus der Rinde zubereitet und davon 4-6 mal pro Tag eine Tasse getrunken.
Die Buchenasche wird mit Johannisöl und einem Teeauszug von Malve zu einer Paste verrieben und als heilendes Mittel bei
Geschwüren und Wunden von Mensch und Tier angewendet.
Der Tee aus den Blättern eignet sich zur Zubereitung von Kompressen, die bei Gerstenkörnern aufs Auge gelegt eine kühlende und entzündungshemmende Eigenschaft entfalten.
Buchenlaub diente früher auch als Füllmaterial von Säcken auf denen dann geschlafen wurde. Der Duft der Buchenlaubsäcke hat eine beruhigende Wirkung.
Baumheilkundliche Anwendung
Die Buche vermittelt "Strenge". Sie ordnet und schafft Klarheit. Ihre Kühle wirkt erfrischend und anregend auf den ganzen
Menschen. Die anregende Wirkung kann bis zur Nervosität führen.
Organisch hat sie eine Lungenreinigende, Atmungsvertiefende Eigenschaft. Diese stehen mehr im Hintergrund. Hauptsächlich wirkt
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