Tauschen


Foto Panthermedia

 

 

Eberesche

Botanischer Name:

Sorbus aucuparia

 

 

Familie: 

Rosaceae         (Rosengewächse)

 

 

Andere Namen:

Aschekirschen, Drosselbeere, Ebisch (nicht zu verwechseln mit dem eigentlichen Eibisch Althaea officinalis), Eibschen,
Gimpelbeere, Haweresche,Krametsbeerbaum, Kronawetterbeere, Moosesche, Quickbaum,  Stinkholz, Vogelbeere, Wielesche

 

 

Vorkommen:

Weit verbreitet in ganz Europa trifft man die Eberesche in Wäldern und Mooren bis auf 2400 m an. Häufig wird sie auch in
Parkanlagen als  "Zierbaum" angepflanzt. Im südlichen Europa so Sizilien, Griechenland und Spanien ist die verwandte
Hauseberesche  (Sorbus domestica) oder Speierling, nicht aber die Eberesche beheimatet.

 

 

Blütezeit:

Mai – Juni

Aussehen
Die Eberesche ist eher ein kleiner Baum, der etwa 20 m hoch wird. Er bildet eine lockere Krone. Die Blätter sind unpaarig gefiedert und in 5 – 8 Fiederblätter geteilt. Sie sind länglich, gezähnt und leicht behaart. Die Blattunterseite ist heller als die Blattoberseite. Die kleinen, weissen Blüten bilden eine feste Doldenrispe. Mit dem Reifen nehmen die Beeren eine orange bis tiefrote Farbe an. Ihr Geschmack ist trocken, herb und bitter.

 

Geschichtliches
In der Heilkunde ist die Eberesche erst gegen das Mittelalter anzutreffen. Hingegen hat sie eine lange und Tiefverwurzelte, mythologische Vergangenheit, ist sie doch dem germanischen Gewittergott Donar geweiht. Um sich vor Drachen zu schützen, hängte man Ebereschenzweige über die Haus- und Stalltüren.

 

Lonicerus kennt die Beeren als ein schmerzstillendes Mittel bei Nierenerkrankungen. Aber auch die Eigenschaften als Lebermittel sind ihm bereits bekannt. Hippokrates kennt dagegen die Hauseberesche (Sorbus domestica) als stopfendes Mittel.

 

Hildegard v. Bingen umschreibt die Eberesche als Baum, der die Heuchelei zum Ausdruck bringt. für sie ist die Eberesche von keiner Bedeutung, im Gegenteil, sie schadet dem Menschen eher, als dass sie ihm nützt.

 

Noch heute hat die Eberesche eine breite Anwendung innerhalb der Volksheilkunde, obwohl sie fälschlicherweise immer wieder als giftig bezeichnet wird. Die Beeren sind den Vögeln als beliebte Nahrung sehr willkommen. Leider werden die Früchte aber auch als Lockmittel im Vogelfang entsprechend verwendet.

Seitenanfang

Naturwissenschaftliche Heilpflanzenbeschreibung

 

Verwendete Teile:

Früchte,           Blätter und Samen

Sammelzeit:

Früchte:           August – Oktober

 

Blätter:             April – Mai

Wirkstoffgruppe:

Früchte:           Drogen mit Bitterstoffen

 

Blätter:             Drogen mit Gerbstoffen

Hauptwirkstoff:

Früchte:           Bitterstoff (Parasorbinsäure)

 

Blätter:            Gerbstoff

Nebenwirkstoff:

Früchte:           Pectin, Provit, A, Vitamin C, Sorbinsäure, Zucker,

 

                       org, Säuren, Farbstoff (Antocyane, Karotin, äth.Öle

 

Blätter:             Trymethylamin

Samen:

Amygdalin

 

Wirkungen

 

Hauptwirkung: 

Früchte:           Wasser treibend, stopfend, Hustenreiz lindernd verdauungsfördernd

 

Blätter:            Entzündungswidrig

Nebenwirkung:

Früchte:          antirheumatisch, blutreinigend, allgem. stärkend

 

Blätter             blähungswidrig

 

Anwendungen:

 

innerlich:

Früchte:           bei Nierenunterfunktionen, Husten Heiserkeit, Kehlkopf- u.

 

                       Stimmbänderentzündungen, Gicht, Rheuma, Durchfall

 

Blätter:            bei Blähungen,  bei allg. Magenverstimmungen

äusserlich:       

                       praktisch keine Anwendungen

 

Zubereitungen

 

innerlich:          

Früchte:           als Tee, die getrockneten Beeren-Aufguss als

 

                       Frischpresssaft, als Mus, die getrockneten Beeren kauen

 

Blätter:            als Tee 1 Teelöffel pro Tasse als Aufguss

äusserlich:       

                       keine speziellen Zubereitungen

Seitenanfang

 

Besonderes:   Das Sorbit dient als Zuckerersatz für Diabetiker

 

Volkskundliche Anwendung
Nebst den bereits erwähnten Teilen der Eberesche werden noch die Blüten als Hustenmittel bei Bronchitis, aber auch bei Lungenentzündungen empfohlen. Die frischen, vor allem aber die getrockneten Beeren, zeigen eine sehr gute Wirkung bei Heiserkeit. Entweder werden 5-8 getrocknete Beeren über den Tag verteilt gegessen oder aber, es wird eine Abkochung zubereitet, die dann als Gurgelmittel dient. Sänger und Redner nützen die Vogelbeere insofern, dass sie die Stimmbänder geschmeidig halten. Die Beeren schützen vor Reizungen.

 

Ebenfalls eine alte Anwendung ist die Teezubereitung bei Tuberkuloseerkrankungen. Die frischen Beeren können z.B. auf Wanderungen als allgemein stärkendes Mittel gekaut werden (3-5 verteilt über 5 Stunden). Sie regen die Herztätigkeit an, wirken durstlöschend und vermindern die Schweissabsonderung.

 

Im weiteren finden die Vogelbeeren noch oft bei Menstruationsstörungen Verwendung. Diese Anwendung ist wirklich zu empfehlen. Hauptsächlich als Teebestandteil.

 

Baumheilkundliche Anwendung
Menschen, die stark in der Vergangenheit leben und Mühe haben, die Gegenwart zu finden, hilft die Eberesche.

 

Es sind zugleich auch Menschen, die in sich verhaftet sind, in sich gekehrt und mit sich unzufrieden.

Sie lösen eine Art "Selbstvergiftung" in allen Ebenen aus.

Organisch spräche man von "Blutreinigung" = Seelenreinigung und Geistesreinigung,

Seitenanfang