Aussehen
Als Baum kann die Eibe bis zu 15 m hoch werden. Eiben können sehr alt sein. Es sind selbst 1000-jährige Eiben bekannt.
Die Eibe ist ein immergrüner Nadelbaum. Die Nadeln glänzen an der Oberseite, an der Unterseite sind sie matt. Die Frucht ist eine Scheinfrucht mit einem roten, schleimigen Samenmantel (Arilli) und einem harten, dunkelbraunen Kern, der in der Öffnung des Mantels, der den Kern wie eine Mütze einhüllt, sichtbar ist.
Geschichtliches
Aus Eibenholz wurden in früheren Zeiten Pfeil- und Armbrustbögen und auch die Pfeile dazu gefertigt. Ihr elastisches Holz war dazu vorzüglich geeignet. Die Eibe hatte eine Zeitlang auch als Kulturpflanze eine gewisse Bedeutung. Diese ist aber inzwischen verloren gegangen.
Die Eibe hat eine lange, mythologische Vergangenheit. Sie galt als Totembaum, aber auch als Baum zum Schutz vor Hexen
und Geistern. Daher dürfte wohl auch ihr Gebrauch als Friedhofbaum herrühren. Man gab den zu bestattenden Leichnamen
Eibenzweige mit ins Grab, um die Toten vor dem Unfug böser Geister und Hexen zu schützen.
Naturwissenschaftliche Heilpflanzenbeschreibung
Verwendete Teile: |
Blätter: - Folium taxii |
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Samenhüllen - Arillii |
Sammelzeit: |
Blätter: November – Januar |
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Samenhüllen: Juli – August |
Wirkstoffgruppe: |
Alkaloidhaltige Drogen |
Hauptwirkstoff: |
Taxin |
Nebenwirkstoff: |
Blätter: Ephedrin, Taxicantin |
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Samenhüllen: Taxorhodin, Rhodoxanthin Lycopin, Zeaxanthin, Privitamin A |
Wirkungen
Hauptwirkung: |
Alle Teile des Baumes sind, mit Ausnahme des roten Samenmantels, sehr giftig! Auch der Kern im |
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Samenmantel ist stark giftig! |
Die giftigen Teile wirken: |
lähmend auf den Herzmuskel |
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stark zusammenziehend, bzw. stark |
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erregend auf die Gebärmutter. |
Anwendungen
Von einer Anwendung der Eibe, auch im volksheilkundliche Sinne, muss dringend abgeraten werden. Das rote Samenfleisch können wir hingegen sehr wohl essen. Am ehesten eignet es sich frisch. Der Kern sollte unbedingt wieder ausgespukt werden.
Volksheilkundliche Anwendung
In der Volksheilkunde wird die Eibe hin und wieder in Form von Abkochungen als Abtreibungsmittel verwendet.
Dann auch als Wurmtreibender Tee, der aus den Nadeln zubereitet wird. Davon ist unbedingt abzuraten, denn erstens haben wir in der heutigen Zeit allgemein die Beziehung zu solch starken Mitteln praktisch verloren und zweitens reagiert unser Körper nicht mehr im gleichen Masse wie vor fünfzig oder hundert Jahren.
Abkochungen der Blätter werden auch zur äusserlichen Wundbehandlung und bei Parasitenbefall als Waschungen gebraucht.
Baumheilkundliche Anwendung
Wer schon einmal unter einer Eibe gesessen ist, der weiss wie dunkel und kühl ihre Umgebung wirkt. Diese Dunkelheit kann beängstigend aber auch faszinierend wirken. Um vieles stärker wirkt dann noch ein Eibenwald.
Die Eibe ist ein Baum, der den Menschen in sein Innerstes führt. Dabei begegnet er seinen dunkelsten und seinen hellsten Erinnerungen.
Eine Eibe aufzusuchen empfiehlt sich jenen, die nach dem Sinn suchen. Die Eibe wirkt zentrierend.
Bei bestimmten organischen Krankheiten die mit Verhärtungen, Knochen, Sehnen und Bändern zu tun haben, hat die Eibe einen lösenden Charakter.
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