Tauschen


Foto Panthermedia

 

 

Eiche

( Stieleiche )

Botanischer Name: 

Quercus robur

 

 

Familie:

Fagaveae         (Buchengewächse)

 

 

Andere Namen: 

Flammeiche, Loheiche, Sommereiche

 

 

Vorkommen:  

Die Eiche ist ebenfalls ein Baum, der in ganz Europa anzutreffen ist. Häufig steht sie einzeln auf
Anhöhen, oder dann tritt sie in Gruppen auf. Leider sind reine Eichenwälder heute eher selten geworden.

 

 

Blütezeit: 

April – Mai

Aussehen


Die Eiche ist ein 30 – 40 m hoher Baum, der unter guten Bedingungen bis zu 1000 Jahre alt wird. Sein Stamm ist mit viereckigen Borkenschuppen umkleidet. Die Blätter sind verkehrt-eiförmig und gebuchtet. Die männlichen Blüten bilden Kätzchen, die gelblichen weiblichen Blüten sind hängend. Die Früchte sind ovaleiförmig.

Die Blüten der Stieleiche sind gestielt, im unterschied zur Traubeneiche, deren Blüten praktisch ohne Stiel wachsen.

 

Geschichtliches
Die Eiche hat eine lange geschichtliche und mythologische Vergangenheit.

 

Kelten. Goten, Germanen und die Römer verehrten die Eiche als einen der Göttern geweihten Baum. ein Baum des Mannes, der Stärke und der Ausdauer. So wurden auch bei den Eichen Gerichtssitzungen abgehalten und vor allem die Gerichtsurteile vollstreckt.

 

Aus dem Rascheln der Blätter zog man Orakel. Als Heilmittel kennt die Eiche eine vielseitige Anwendung. Schon Plinius erwähnt die Früchte, mit denen Brotmehl herzustellen sei.

 

Eigenartigerweise umschreibt die hlg. Hildegard die Eiche mit "Liederlichkeit" ohne "Weichheit". Was sicherlich zutrifft, ist das Kalte und Harte wie auch Bittere der Eiche. Die Hildegard sagt im Gegensatz zu Plinius, dass die Früchte für den Menschen ungeniessbar seien und die Tiere würden davon "fett wie Schweine".

 

Trotzdem: In den Kriegsjahren dienten diese Früchte als Kaffeesatz. Lange Zeit galten sie dann als ein minderwertiges Ersatzmittel und wurden nur von Leuten, die kein Geld hatten, verwendet. Wie sich die Zeiten ändern, so auch die Haltungen. Heute werden Eicheln wieder in Mischungen für Kaffeeersatz verwendet.

 

In der offiziellen Heilpflanzenanwendung wird nur die Rinde als Heilmittel herangezogen.

 

Naturwissenschaftliche Heilpflanzenbeschreibung

 

Verwendete Teile:

Rinde:                  Cortey querques

 

Blätter:                Folium quercus

 

Früchte:              Glandes quercus

Sammelzeit:     

Rinde:                 März – Mai

 

Blätter:                Mai – Juni

 

Früchte:              September – November

Wirkstoffgruppe:         

Gerbstoffhaltige   Drogen

Hauptwirkstoff:           

in allen Teilen:   Gerbstoffe  (Catechingerbstoffe, Gallensäure)

Nebenwirkstoff:          

in allen Teilen Bitterstoff (Quercin)

 

Rinde: Quercin, Zucker, Pektin, Stärke

 

Früchte: Quercit, fettes Öl, Zucker, Stärke, Eiweiß, Säuren

Seitenanfang

Wirkungen

 

Hauptwirkungen: 

Zusammenziehend, entzündungshemmend, blutstillend, stopfend, keimtötend

Nebenwirkungen:

allgemein stärkend, narbenbildend, gewebsfestigend, schweisshemmend

 

Anwendungen

 

innerlich:          

bei Durchfall, Magen-Darm-Katarrh, starker Menstruation, Leberleiden, Blasenleiden, Blutungen

äusserlich:       

bei Fussschweiss, Zahnfleisch- u. Mundschleimhautentzündungen, Hautunreinheiten, Wunden,

 

Verbrennungen, Hautausschlägen (nässenden Ekzemen)

Seitenanfang

Zubereitungen

 

innerlich:          

als Tee:                                        1 Teel. Blätter auf 1 Tasse Wasser als Aufguss

 

als Kaffeeersatz:                        Früchte, geröstet und gemahlen

 

als Brotmehlverschnitt:            Früchte, getrocknet und gemahlen.

äusserlich:       

als Bad                                         Rindenabkochung, 100 gr. Rinde auf

 

(Sitzbad, Fussbad):                    1 Liter Wasser

 

als Umschlag, Spülung

 

Waschung, Pinselung:             Rindenabkochung oder Tinktur

 

Besonderes:  

Die Rinde darf nicht für innerliche Zwecke zubereitet werden.

Sie kann die Magenschleimhaut zu stark reizen

 

und entsprechende Entzündungen auslösen.

 

Volksheilkundliche Anwendung
Eichenrinde und vor allem Eichenblätter sind in der Volksheilkunde in den letzten Jahren etwas verdrängt worden.

 

Das Anwendungsgebiet war sehr breit. So wurden Rinde und Früchte auch bei Milz- und Leberschwellungen infolge Alkoholmissbrauchs eingesetzt. Auch bei den anderen Anwendungen zeigt sich doch, dass gerade die Früchte immer wieder sehr gute Erfolge hinterlassen.

 

Die Rinde und die Früchte kamen auch bei Kindern in Anwendung, und zwar bei Rachitis und Skrofulose. Noch heute verordnet man bei Weissflusskrankheiten mit sehr guten Erfolgen ein Sitzbad aus den Rinden. Wechselfieberartige Zustände sind ebenfalls Bereiche, in denen Eichenrinde und Früchte, aber auch die Blätter zu empfehlen sind. Weitere Krankheiten, die in den Behandlungsbereich der Eiche fallen, sind: Gebärmuttersenkung! Hämorrhoiden.

 

Baumheilkundliche Anwendung
Ähnlich wie in der Bachblütentherapie wird die Eiche in der Baum-Heilkunde angegangen. Zum "Auftanken" und um sich allgemein zu stärken, ist die Eiche der Baum, der sich uns anbietet. Die Eiche zeigt hier sehr schöne Eigenschaften nach langen, Kräfteraubenden Erkrankungen. Sie fördert den Wiederaufbau, die Regeneration.

 

Seitenanfang