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Erle

( Schwarz-Erle )

Botanischer Name:           

Alnus glutinosa

 

 

Familie:           

Betulaceae       (Birkengewächse)

 

 

Andere Namen:

Roterle

 

 

Vorkommen:  

Europa, Asien

 

Erlen lieben feuchte Wälder und Ufergegenden. So trifft man sie auch entsprechend häufig an Teichen,
Seen, Bächen und Mooren an. Sie treten in Gruppen, aber auch einzeln auf. Die Erle ist ebenfalls ein
wichtiger Bestandteil von Mischwäldern.

 

 

Blütezeit:

Februar – April

Aussehen

Die Erle wird bis 25 m hoch. Im Jungstadium ist die Rinde glänzend-grau, später wird sie rissig und braun.

 

Die Blätter sind rundlich und vorne stumpf. Jungblätter sind klebrig. Die Erle trägt einhäusige, gestielte Kätzchen. Die männlichen Blüten sind hängend, während die eiförmig weiblichen aufrecht wachsen. Die rundlichen, dunkelbraunen Zapfen sind gestielt.

 

Geschichtliches
Als Heilmittel ist die Erle eher unbekannt. Früher wurden junge Erlenzweige im Stall und im Hauseingang zum Schutze vor Hexen aufgehängt. Die Rinde galt als gutes Gerbmittel, um Leder herzustellen. Für die hlg. Hildegard bedeutet die Erle die Nutzlosigkeit.
Die Hildegard hat für die Erle nicht besonders viel übrig.

 

Mit Erlenrinde wurden sehr häufig Stoffe und Wolle gefärbt.

 

In einigen Gegenden bestehen die Holzschuhe noch heute aus Erlenholz. Sägespäne von Erlenholz

dienen zum Räuchern von Fleisch.

 

Naturwissenschaftliche Heilpflanzenbeschreibung

 

Verwendete Teile:

Rinde                 Cortex alni

 

Sammelzeit:      März – April

Wirkstoffgruppe

Gerbstoffhaltige Droge

Hauptwirkstoff:           

Gerbstoff

Nebenwirkstoff:           

Fett, Öl, Harzsäuren, Emodin, Alnulin

 

Wirkungen

 

Hauptwirkung: 

zusammenziehend, entzündungswidrig

Nebenwirkung:

narbenbildend, fiebersenkend, leicht abführend

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Anwendungen

 

innerlich:          

bei Darmblutungen

äusserlich:       

bei Mund-, Hals- u. Rachenentzündungen, Angina, Hautausschlägen, eiternden Wunden

 

Zubereitungen

 

innerlich:

als Klistier

äusserlich:

als Umschlag und zu Waschungen

 

Volksheilkundliche Anwendungen
In der Volksheilkunde wird die Schwarz-Erle auch zum Abstillen angewendet. Dazu bereitet man einen Breiumschlag
aus den frischen oder den getrockneten Blättern. Die Blätter und die Rinde gelten auch als fiebersenkend.

 

Baumheilkundliche Anwendung

 

 

In der Baum-Heilkunde empfiehlt es sich, eine Erle bei Müdigkeit  und

 

Niedergeschlagenheit aufzusuchen. Sie bringt Frische und Munterkeit und vermittelt

 

eine gewisse Leichtigkeit.

 

Auch bei Gichterkrankungen und bei hitzigen Gemütern zeigt die Erle sehr gute Heileigenschaften.

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