Aussehen
Die Erle wird bis 25 m hoch. Im Jungstadium ist die Rinde glänzend-grau, später wird sie rissig und braun.
Die Blätter sind rundlich und vorne stumpf. Jungblätter sind klebrig. Die Erle trägt einhäusige, gestielte Kätzchen. Die männlichen Blüten sind hängend, während die eiförmig weiblichen aufrecht wachsen. Die rundlichen, dunkelbraunen Zapfen sind gestielt.
Geschichtliches
Als Heilmittel ist die Erle eher unbekannt. Früher wurden junge Erlenzweige im Stall und im Hauseingang zum Schutze vor Hexen aufgehängt. Die Rinde galt als gutes Gerbmittel, um Leder herzustellen. Für die hlg. Hildegard bedeutet die Erle die Nutzlosigkeit. Die Hildegard hat für die Erle nicht besonders viel übrig.
Mit Erlenrinde wurden sehr häufig Stoffe und Wolle gefärbt.
In einigen Gegenden bestehen die Holzschuhe noch heute aus Erlenholz. Sägespäne von Erlenholz
dienen zum Räuchern von Fleisch.
Naturwissenschaftliche Heilpflanzenbeschreibung
Verwendete Teile: |
Rinde Cortex alni |
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Sammelzeit: März – April |
Wirkstoffgruppe |
Gerbstoffhaltige Droge |
Hauptwirkstoff: |
Gerbstoff |
Nebenwirkstoff: |
Fett, Öl, Harzsäuren, Emodin, Alnulin |
Wirkungen
Hauptwirkung: |
zusammenziehend, entzündungswidrig |
Nebenwirkung: |
narbenbildend, fiebersenkend, leicht abführend |
Anwendungen
innerlich: |
bei Darmblutungen |
äusserlich: |
bei Mund-, Hals- u. Rachenentzündungen, Angina, Hautausschlägen, eiternden Wunden |
Zubereitungen
innerlich: |
als Klistier |
äusserlich: |
als Umschlag und zu Waschungen |
Volksheilkundliche Anwendungen
In der Volksheilkunde wird die Schwarz-Erle auch zum Abstillen angewendet. Dazu bereitet man einen Breiumschlag
aus den frischen oder den getrockneten Blättern. Die Blätter und die Rinde gelten auch als fiebersenkend.
Baumheilkundliche Anwendung
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In der Baum-Heilkunde empfiehlt es sich, eine Erle bei Müdigkeit und |
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Niedergeschlagenheit aufzusuchen. Sie bringt Frische und Munterkeit und vermittelt |
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eine gewisse Leichtigkeit. |
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Auch bei Gichterkrankungen und bei hitzigen Gemütern zeigt die Erle sehr gute Heileigenschaften. |
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