Tauschen


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Esche

Botanischer Name:

Fraxinus excelsior

   

Familie:

Oleaceae (Ölbaumgewächse)

   

Andere Namen:

Asch, Aspalter, Esch, Ische,Steinesche, Wundbaum

   

Vorkommen:

Als verbreiteter Baum istdie Esche in ganz Europa anzutreffen.

   

Blütezeit:  

April – Mai

Aussehen
Die Esche ist ein kräftiger und eindrucksvoller Baum mit einer Höhe bis zu 40 Metern.

Sie trägt eine offene,abgerundete Krone.
Die Blätter sind gestielt und unpaarig in 7-15 einzelne, gezähnte Fiederblättchen geteilt.

 

Die bräunlichen bis purpurnen, in Rispen sitzenden Blüten erscheinen vor der Blattentwicklung.

Geflügelte Nüsschen hängen als reife
Frucht herab. Auffallend sind bei den jungen Eschen die schwarzen, samtigen Knospen, die wie kleine Rehhufe aussehen.

 

Geschichtliches

In der nordischen Lieder-Sammlung der "Edda", wird die Esche als der Weltenbaum,

als der kosmische Baum Yggdrasil, besungen.


Die Esche war dem Odin geweiht. Das majestätische Bild der Esche steht vor dem der Eiche. Um den Schutz der Esche wurde gebetet und ihr Blätterrauschen erzählte von der Zukunft. Eine andere germanische Sage erzählt uns, dass aus der Esche der Mann und aus der Erle die Frau geboren wurden. Aus Eschenholz war der Speer des Kentauren Chiron.

Chiron brachte den Speer dem Achilles, damit er Hector besiege. So berichten es die griechischen Mythen. Die Esche war dem Kriegsgott "Ares" (Speer) geweiht und entsprang aus dem Blute des Uranus, dem ersten Herrscher des Universums.

Die Esche ist das Symbol fürdie Macht des Wassers.

 

Ein nordamerikanische Indianerlegende erzählt, dass der Gott der Schöpfung einen Pfeil in eine

Esche schoss, woraus dann die ersten Menschen geboren wurden. Die Esche trägt auch das

Symbol der Fruchtbarkeit und Fortpflanzung. Als Heilmittel beschreibt Hippokrates die Esche als harntreibendes, bei Rheuma und Gicht sehr gut wirksames Mittel. Beschreibungen
dieser Art lassen sich auch der hlg. Hildegard finden. Sie schreibt:

"Die Esche ist mehr warm als kalt und bezeichnet den Rat".
Die hlg. Hildegard kennt auch eine Bierzubereitung aus den Eschenblättern. Sie soll den Magen

reinigen und die Brust leicht machen. Noch viele andere Eigenschaften wurden der Esche zugeschrieben. Sie galt als Schmerzstillend, fiebersenkend und
wundheilend. Sie war ein "Sympathiemittel" bei "Blutspucker". Fast alle alten Kräuterbücher nannten die Esche einen
heilbringenden Baum. Heute scheint sie als Heilmittel vergessen zu werden. Vieles ist im

Laufe der Zeit untergegangen und nicht mehr bekannt.

 

Naturwissenschaftliche Heilpflanzenbeschreibung

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Verwendete Teile:  

Rinde Cortex fraxini

 

Blätter: Folia fraxini

 

Samen

 

Bast

Sammelzeit: 

Rinde: April

 

Blätter: Juni

 

 

Wirkstoffgruppe

Droge mit Glycosiden (Cumaringlycoside)

 

 

Hauptwirkstoff:

Rinde :Fraxin

 

Blätter: Quercitrin

 

Samen: ätherisches Öl

 

Bast: Schleimstoff

 

 

Nebenwirkstoff:

Rinde: Mannit, Gerbstoffe

 

Blatt: Mannit, Inosit, Dextrose, Gerbstoffe, ätherisches Öl, Gummi

 

Samen:  Bitterstoffe

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Wirkungen

 

Hauptwirkung: 

Rinde:  Wasser treibend

 

Blätter: abführend, antirheumatisch

Nebenwirkung:

Wasser treibend, blutreinigend

 

Anwendungen

 

innerlich:

Blätter: bei rheumatischen Krankheiten, vor allem bei   Muskelrheuma, Verstopfung, Übersäuerung d. Blutes

 

Zubereitung

 

innerlich: 

Blätter: als Tee: 3-5 mal täglich 1 Tasse. Pro Tasse 1 Teel.  voll als Aufguss, 10 Min. ziehen lassen.

 

Volksheilkundliche Anwendung

 

Heute ist die Esche selbst aus dem volksheilkundlichen Schatz fast verschwunden. Vor lauter "exotischen"

Heilmitteln hat man sie
beinahe  vergessen. Nur noch wenigen sind die vielseitigen Möglichkeiten bekannt. Der Bast, als schleimreiches Mittel,

ist ein gut wirksames, kühlendes und erweichendes Mittel bei Wunden. Er dient zu Auflagen und wird nur frisch verwendet. Abkochungen
der Eschenrinde wurden früher zur Behandlung von Bisswunden (Hund, Schlangen und andere Tiere) gebraucht. Die schmerzstillende,
antirheumatische und Wasser treibende Eigenschaft der Rinde waren schon immer bekannt, seit die Esche als Heilmittel gebraucht
wurde. Die Rinde zeigt daneben aber auch sehr gute, fiebersenkende und schweisstreibende Eigenschaften, die wir bei Erkältungs-
und Grippekrankheiten ausnützen dürfen. Selbst der Samen kann dabei mitverwendet werden. Den Blättern und der Rinde sind
die abführenden, steinlösenden und Wasser treibenden Eigenschaften gemeinsam. Muskelrheuma, Gicht ja selbst Spul- und
Madenwürmer und Störungen der Nierentätigkeit sind geradezu Krankheitsformen, auf die die Esche lösend wirkt.

Das Holz der Esche zeigt allgemein blutreinigende Eigenschaften. Der Samen findet als Leibeskraft steigerndes Mittel eine Anwendung.
Dazu wird ein Tee zubereitet. Der Same gilt auch als heilsames Mittel bei Leberleiden, vorwiegend bei sogenannter "Leber- und
Milzverhärtung". Weiter ist zu erwähnen, dass die Blätter auch zur Wundreinigung herangezogen werden können. Eschenlaub kann,
wie einige andere Pflanzen, auch in die Schuhe gelegt werden, um so müden Füssen vorzubeugen.

 

Baumheilkundliche Anwendung

 

An einem Kurs erhielt ich von einem Teilnehmer auf die Frage, was die Esche dem Einzelnen bedeutet,

wohl eine der treffendsten Antworten, die Ihr gegeben werden kann. Der Teilnehmer sagte uns:

"Mir erscheint die Esche als der kreativste und schöpferischste
Baum. Sie zeichnet und malt alle anderen Bäume". Eschen sind, auch wenn sie als Krafträuber gelten,

dem Menschen sehr freundlich gesinnt. Die Esche regt die Fantasie an und wirkt dadurch belebend und stärkend. Dies erklärt auch die Herstellung
der Zauberstäbe aus Eschenholz bei den Druiden. Erkennbar auch durch das Symbol der Esche, als Weltenbaum,

in dem alles enthalten ist und aus dem alles geboren wird. Verhärtete Menschen, die sehr verbittert und enttäuscht sind, weckt und löst die
Esche aus ihrem Kreis. Gleiches zeigt sie auch in der organischen Wirkung. Verhärtungen, Kristallisationen, wie rheumatische
Ablagerungen und Steinbildungen, löst und erweicht sie, Sie hat harnsäuresalzlösliche Eigenschaften. Allein durch den
regelmässigen Aufenthalt und das Zwiegespräch mit ihr vermittelt die Esche ihre Eigenschaften den Menschen

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