Die Dornen an den Zweigen wachsen in Kreuzform und gaben so dem Strauch den Namen.
Vorkommen:
Mitteleuropa, Asien, Nordafrika. Der Kreuzdorn liebt steinige und bewaldete Orte. In vielen
Gegenden ist er bereits ausgestorben. Der Kreuzdorn ist eine eher seltene Pflanze.
Blütezeit:
Mai
Aussehen
Der Kreuzdorn ist ein 2-4 m hoher Strauch mit schwarzbrauner Rinde. Die Äste enden
in einem Dorn. Die Blätter sind eiförmig mit abgerundetem Grund. Sie sind eingesägt Die Blüten sind grün und bilden meist in den Blattachseln schöne, gleichmässige Dolden. Die Blüten sind auch an den Enden von jungen Zweigen anzutreffen. Die Frucht ist schwarz mit einem erst süsslichen, dann aber sehr bitteren Geschmack.
Geschichtliches
Plinius d. Ältere erwähnte zwar eine Kreuzdornart, die in Indien zu Herstellung von Heilmitteln verwendet wurde. Es scheint jedoch, dass es sich hier um eine andere Art handelte und nicht um den in Europa heimischen Kreuzdorn. Die abführende Eigenschaft des Kreuzdorns wird erstmals im 16. Jahrhundert erwähnt, unter anderem auch von Paracelsus. Aus den Früchten wurde schon damals ein Sirup hergestellt der noch heute verwendet wird, und zwar vorwiegend in der Tierheilkunde.
bei Hautausschlägen, insbesondere bei Flechtenerkrankungen
Zubereitungen
innerlich:
als Tee: 10 – 20 Früchte als Aufguss. Die Wirkung tritt nach 6 – 8 Stunden ein!
als Sirup: 1 Essl. für Erwachsene, 1 Teel. für Kinder
Volksheilkundliche Anwendung
In der Volksheilkunde gilt der Kreuzdorn als ein gutes Blut- und Hautreinigungsmittel. Die Früchte werden zur Herstellung des Sirups verwendet. Mit diesem Sirup lassen sich auch Wassersucht, Gicht und ebenfalls viele verschiedene Hautausschläge behandeln.
Baumheilkundliche Anwendung
Der Kreuzdorn strahlt eine beruhigende und besänftigende Eigenschaft aus. Er kommt Menschen entgegen, die unter Stoffwechsel- Störungen leiden, dadurch verursacht, dass sie alle ihre Sorgen und Probleme hinunterschlucken, ohne darüber reden zu können. Solche Menschen wirken in sich gefangen. Nach aussen hin zeigen sie sich fröhlich. Sie nehmen sogar noch die Sorgen anderer auf sich und fühlen sich dafür allein verantwortlich. Das Verweilen beim Kreuzdorn regt den Stoffwechsel ganz allgemein an.