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Kreuzdorn

Botanischer Name: 

Rhamnus catharica

 

 

Familie:

Rhamnaceae (Kreuzdorngewächse)

 

 

Andere Namen:

Amselbeeren, Chelgerli, Färberbeere, Feldbeerbaum, Hexendorn, Hirschdorn, Kreuzbeere,
Purgierdorn, Sersch

 

 

Herkunft des Namens:

Die Dornen an den Zweigen wachsen in Kreuzform und gaben so dem Strauch den Namen.

 

 

Vorkommen:

Mitteleuropa, Asien, Nordafrika. Der Kreuzdorn liebt steinige und bewaldete Orte. In vielen
Gegenden ist er bereits ausgestorben.  Der Kreuzdorn ist eine eher seltene Pflanze.

 

 

Blütezeit:

Mai

 

Aussehen

 

Der Kreuzdorn ist ein 2-4 m hoher Strauch mit schwarzbrauner Rinde. Die Äste enden

in einem Dorn. Die Blätter sind eiförmig mit abgerundetem Grund. Sie sind eingesägt Die Blüten sind grün und bilden meist in den Blattachseln schöne, gleichmässige Dolden. Die Blüten sind auch an den Enden von jungen Zweigen anzutreffen. Die Frucht ist schwarz mit einem erst süsslichen, dann aber sehr bitteren Geschmack.

 

Geschichtliches

 

Plinius d. Ältere erwähnte zwar eine Kreuzdornart, die in Indien zu Herstellung von Heilmitteln verwendet wurde. Es scheint jedoch, dass es sich hier um eine andere Art handelte und nicht um den in Europa heimischen Kreuzdorn. Die abführende Eigenschaft des Kreuzdorns wird erstmals im 16. Jahrhundert erwähnt, unter anderem auch von Paracelsus. Aus den Früchten wurde schon damals ein Sirup hergestellt der noch heute verwendet wird, und zwar vorwiegend in der Tierheilkunde.

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Naturwissenschaftliche Heilpflanzenbeschreibung 

 

Verwendete Teile:

Beeren Fructus rhamni catharticae

 

Rinde   Cortex rhamni catharticae

 

Sirup

Sammelzeit: 

Beeren:            August – Oktober

 

Rinde:  Oktober – November und Februar – April

Wirkstoffgruppe: 

Glycosidhaltige Droge

Hauptwirkstoff: 

Frangulaglycoside, Emodinglycoside

Nebenwirkstoff: 

Rhamnocitrin, Quercitin, Flavonglycoside, Vitamin C

 

 

 

Wirkungen

 

Hauptwirkungen:  

stark abführend

Nebenwirkungen:

Wasser treibend, blutreinigend

 

Anwendungen

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innerlich:          

bei Verstopfung, Hautausschlägen

äusserlich:       

bei Hautausschlägen, insbesondere bei Flechtenerkrankungen

 

Zubereitungen

 

innerlich:          

als Tee:            10 – 20 Früchte als Aufguss. Die Wirkung tritt  nach 6 – 8  Stunden ein!

 

als Sirup:          1 Essl. für Erwachsene, 1 Teel. für Kinder

 

Volksheilkundliche Anwendung

 

In der Volksheilkunde gilt der Kreuzdorn als ein gutes Blut- und Hautreinigungsmittel. Die Früchte werden zur Herstellung des Sirups verwendet. Mit diesem Sirup lassen sich auch Wassersucht, Gicht und ebenfalls viele verschiedene Hautausschläge behandeln.

 

Baumheilkundliche Anwendung

 

Der Kreuzdorn strahlt eine beruhigende und besänftigende Eigenschaft aus. Er kommt Menschen entgegen, die unter Stoffwechsel- Störungen leiden, dadurch verursacht, dass sie alle ihre Sorgen und Probleme hinunterschlucken, ohne darüber reden zu können. Solche Menschen wirken in sich gefangen. Nach aussen hin zeigen sie sich fröhlich. Sie nehmen sogar noch die Sorgen anderer auf sich und fühlen sich dafür allein verantwortlich. Das Verweilen beim Kreuzdorn regt den Stoffwechsel ganz allgemein an.

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