Aussehen
Der schlanke, bis 40 m hohe Baum, ist an seinen hellgrünen, weichen Nadelbüscheln sofort zu erkennen. Die Nadelblätter bilden dabei Büschel mit 30 – 40 einzelnen Nadeln. Im Winter wirft die Lärche, als einziger Nadelbaum, die Nadeln ab. Auch die weiblichen Zapfen sind im Jungstadium recht auffallend. Den wachsenden Samen bedecken sie in diesem Stadium mit rötlichen Schuppen. Im Reifestadium bräunen sich die Zapfen und nehmen eine eiförmige, kegelige Gestalt an. Wir treffen die Lärche noch in Höhen von 2400 m an.
Geschichtliches
Die Lärche ist ein bei uns seit alters her heimischer Baum.. Die Germanen lernten sie durch die Römer kennen. Denn damals gedieh die Lärche nur in den Alpenregionen. Als der zartgliedrigste Baum unter den Nadelbäumen hat die Lärche auch in den Sagen und Legenden ihren Platz erhalten. Sie ist das Heim der den Menschen wohlgesinnten Waldfeen. Plinius berichtete schon von der Zubereitung der Lärchensalbe. Die Volksheilkunde kennt die Salbe auch heute noch und verwendet sie entsprechend. Die offizielle Heilkunde braucht auch aus der Lärche das Harz um das Terpentinöl zu gewinnen.
Naturwissenschaftliche Heilpflanzenbeschrieb
Verwendete Teile: |
Nadeln, Harz |
Sammelzeit: |
Nadeln: April – Juni |
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Harz: das ganze Jahr |
Wirkstoffgruppe: |
Droge mit ätherischem Öl |
Hauptwirkstoff: |
Harz: Terpentinöl, Laricinolsäure |
Nebenwirkstoff: |
Harzsäure |
Wirkungen
Hauptwirkungen,
Nebenwirkungen: |
siehe Kiefer und Fichte |
Anwendungen
innerlich,
äusserlich: |
siehe Kiefer und Fichte |
Zubereitungen
innerlich: |
siehe Kiefer und Fichte |
äusserlich |
als Salbe: 60 g Lärchenharz, 6 g Bienenwachs, 50 ml Johannisöl (oder Oliven-, Distel-, Mandel-Öl),
Das Harz in einem feuerfesten Gefäss flüssig werden lassen. Bienenwachs schmelzen und unter das erwärmte und flüssige Harz rühren. das temperierte Johannisöl langsam beimischen. |
Volksheilkundliche Anwendung
Die wichtigste ist die Lärchensalbe, welche wir oben beschrieben haben damit es für alle möglich ist, diese selber herzustellen. Bitte schneidet keine unverletzten Bäume an. Sammelt das Harz von bereits verletzten Bäumen. Sammelt es so, dass die Wunde des Baumes zugedeckt bleibt, Die Salbe kann verwendet werden bei Rheuma und Gicht, Erkältungskrankheiten, Hautinfektionen, Wundheilung und bei Durchblutungsstörungen. Die Nadeln dienen zur Zubereitung von Bädern, die ähnliche Wirkungen zeigen wie die Kiefernadelbäder.
Baumheilkundliche Anwendung
Im Unterschied zur Fichte und zur Kiefer, drückt die Lärche den geistigen Menschen aus. Sie stellt innerhalb der Familie der
Föhrengewächse die dritte Ebene des Menschen dar. Noch auf einer feineren Ebene als die Fichte und die Föhre, wirkt die
Lärche. Innerlich verhärtete Menschen erfahren durch die Begegnung mit einer Lärche eine Art von Befreiung. Langsam beginnt sich etwas aufzulösen. Es wird einem leichter. Neue, vorher gestaute oder fehlgeleitete Energie wird frei. Die Kraft beginnt wieder zu fliessen. Körperlich spürbar wird dieses befreiende Gefühl in erster Linie in der Gegend der Herzspitze unter dem Brustbeinende. Es ist so, wie wenn sich dort ein schweres, dunkles Etwas aufzulösen beginnt. Der Druck auf der Brust verschwindet. Die Atmung vertieft sich und ein freies Atmen stellt sich ein. Die Lungen erhalten wieder Kraft. Sie sind gereinigt und frei.
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