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 Lorbeer

Botanischer Name: Laurus nobilis
Familie: Lauraceae  (Lorbeergewächse)
Vorkommen: Als kultivierte Pflanze ist der Lorbeer auch in nördlichen Gegenden Europas anzutreffen. Er wird als Hecken- und Kübelpflanze gezogen.
Ursprüngliche Herkunft:  Die heimatlichen Gegenden des Lorbeers sind die Mittelmeergebiete. Dort hat er eine wichtige Bedeutung
in der Hartlaubvegetation
Blütezeit:  April

 

Aussehen

 

Der immergrüne Strauch oder Baum kann eine Höhe bis zu 20 m erreichen. Er bildet eine breite, kugelförmige Krone. Die ganze Pflanze ist mit Drüsen besetzt und duftet stark aromatisch. Die Blätter sind lederartig fest. Sie bilden eine schmale, lanzettliche Form und wachsen wechselständig. Der Lorbeer ist zweihäusig. die elfenbeinfarbenen Blüten wachsen in Büscheln in den Blattwinkeln. Später bilden sich die schwarzen oder indigofarbenen Früchte.

 

Geschichtliches

 

Bei den Griechen war der Lorbeerbaum dem Gott Apollon geweiht. Apollon selber wollte es so. Die Nymphe Daphne wollte seinen Verführungen nicht unterliegen, jammerte so sehr und rief die Götter um Hilfe an. Alsbald, nachdem ihr Jammern verklungen war, verwandelte sie sich in einen Lorbeerbaum. Apollon liebte die Nymphe so sehr, dass er sie sich weihte. Obschon Apollon für diesmal der Verlierer war, wurde der Lorbeerbaum sehr bald zum Zeichen des Sieges. Griechen und Römer setzten sich Lorbeerkränze auf das Haupt, wenn sie einen Sieg nach Hause trugen. Das Lorbeeröl war Plinius d. Älteren als Heilmittel bereits sehr gut bekannt. Die hlg Hildegard weiss von den schmerzstillenden und rheumawidrigen Wirkungen des Lorbeeröls. Sie gibt es für die verschiedensten Schmerzen, darunter auch bei Gicht und Rheuma an. Heute sind die Lorbeerblätter als Gewürz sehr gut bekannt, doch ihre heilende und lindernde Wirkung ist fast vergessen.

 

Naturwissenschaftliche Heilpflanzenbeschreibung

 

Vorsicht! 

Nicht verwechseln mit dem giftigen Kirschlorbeer

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Verwendete Teile: Blätter:             Folia lauri
Früchte:           Fructus lauri
Sammelzeit: Blätter:             Mai – September
Früchte:           Juli – August
Wirkstoffgruppe: Droge mit ätherischem Öl
Hauptwirkstoff: Blätter:            äth. Öl (Cinerol, Pinen, Eugenol, Terpineol, Geraniol)
Früchte:          äth. Öl (Cineol, Pinen)
Nebenwirkstoff: Blätter:            Bitterstoff
Früchte:           fettes Öl, Phytosterine

 

Wirkungen

 

Hauptwirkungen:  Blätter:             verdauungsfördernd, durchblutungsfördernd
Nebenwirkungen: Blätter:             anregend, Wasser treibend, hautreizend

 

Anwendungen

 

innerlich: Blätter:             bei Stoffwechselstörungen, Müdigkeit
Verdauungsstörungen, Nieren- und Blasen-Entzündungen
äusserlich:    
Öl: bei Gicht und Rheuma, Hautentzündungen

 

Zubereitungen

 

innerlich:  als Tee:             1 Teel. auf eine Tasse Wasser als Aufguss 2 – 3 Tassen pro Tag.
als Gewürz
äusserlich: als Salbe
als Bad:            100-200 gr. Blätter oder Beeren auf 1 lt. Wasser – Aufkochen und Auszug dem
                        Badwasser beifügen.
Einreibung: das gepresste Öl aus den Beeren

 

Volksheilkundliche Anwendung

 

Das Lorbeeröl stand früher als Gicht- und Rheumamittel in hohem Ansehen. Heute ist es fast vergessen. Die Anwendung der Blätter als Gewürz ist bekannt, aber die Möglichkeit der Teezubereitung ist ebenfalls praktisch nicht mehr bekannt. Als Antiparasiticum, also gegen Läuse, Flöhe und Krätzen ist das Lorbeeröl noch manchmal in Anwendung. Hier gilt es, vieles wieder zu versuchen und Erfahrungen zu sammeln.

 

Baumheilkundliche Anwendungen

 

Leicht verletzbaren und rasch ermüdenden  Menschen bietet der Lorbeer seine Hilfe an. Die Begegnung mit dem Lorbeer bringt allmählich Durchhaltevermögen zurück und wirkt anregend auf die gesamten körperlichen Funktionen. Zugleich zeigt er dem Betrachter die Möglichkeit, sich vor seiner Verletzbarkeit zu schützen. Lorbeermenschen sind zäh und ausdauernd. Sie setzensich ihre Grenzen selbst. Solange sie sich innerhalb dieser Grenzen bewegen, kann sie nichts antasten oder ermüden.

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