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Quitten

(  Echte  )

Botanischer Name:

Cydonia oblonga

 

 

Familie:  

Rosaceae  (Rosengewächse)

 

 

Andere Namen: 

 

 

 

Vorkommen: 

Die Quitte finden wir in allen gemässigten Klimazonen kultiviert. Der wilde Quittenbaum ist im
Iran, in der Türkei und auch teilweise in Italien anzutreffen.

 

 

Ursprüngliche Herkunft: 

Die Heimat des Quittenbaums ist Westasien. Von dort stammt die Urform der kultivierten Quitte

 

 

Blütezeit:  

Mai

 

Aussehen

 

Der Quittenbaum ist kurzstämmig und erreicht als kultivierte Form lediglich eine Höhe von 7-8 m, im Gegensatz zur Wildform, die bis zu 12 m hoch werden kann. Beide Arten haben eine breite ausladende Krone. Auffallend sind die jungen Zweige, die wollig behaart sind. Die ganzrandigen Blätter sind an der Blattunterseite filzig behaart. Die zarten, rosa-weissen Blüten erinnern an die Apfelblüten. Tatsächlich sind diese beiden Bäume sehr nahe Verwandte. Sie gehören beide zur Familie der Rosengewächse. Die anfänglich grüne, birnenförmige Frucht, wird mit dem Reifen schön hellgelb. Ein grau-weisser Filzbelag bedeckt die hartschalige Frucht.

 

Geschichtliches

 

In Griechenland war die Quitte schon sehr lange bekannt, bis sie durch die Römer zu uns gelangte. Die Früchte galten damals als Symbol der Liebe und stellten ein Geschenk für Neuvermählte dar. Mit diesem Geschenk wünschte man dem jungen Paar Glück und Segen auf ihrer nun gemeinsamen Reise. Die Quittenfrüchte galten auch als die Goldenen Äpfel der Hesperiden. In unseren Breitengraden konnte sich die Quitte nie so richtig einbürgern. Es gab Zeiten, da war sie in hohem Ansehen und dann wieder vergass man sie fast. So erging es ihr auch als Heilmitte. Hippokrates bezeichnete die Quitte als die nützlichste Frucht und Plinius d.Ä. erwähnt das Quittenöl mit dem eine Salbe zubereitet wurde. Ob er damit den Schleim meinte oder tatsächlich das fette Öl, geht nicht aus seinen Angaben hervor. Auch die hlg. Hildegard hielt die Früchte als ein gutes Heilmittel und schütze ihre kühlende und entzündungswidrige Wirkung. In der Volksheilkunde waren die Quittenkerne einmal häufiger im Gebrauch als dies heute der Fall ist. Es scheint zwar, dass die Quitte im Moment wieder mehr Beachtung findet, sei es als Lebensmittel oder als Heilmittel.

 

Naturwissenschaftliche Heilpflanzenbeschreibung

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Verwendete Teile:

Samen: Semen cydoniae

Sammelzeit:     

September – Oktober

Wirkstoffgruppe:

Droge mit Schleim

Hauptwirkstoff:

Schleimstoffe    (Pentosane)

Nebenwirkstoff: 

fettes Öl, Amygdalin, Emulsin, Gerbstoff

 

Wirkungen

 

Hauptwirkungen:

reizmildernd, entzündungswidrig, kühlend

Nebenwirkung:

zusammenziehend, leicht abführend

 

Anwendungen

 

innerlich:

bei Reizhusten, Bronchitis, Hals- Rachenentzündungen

 

Magen- Darmschleimhautentzündungen

äusserlich: 

bei entzündeten Augen, Wunden, Verbrennungen, wunden Lippen, rissiger Haut

 

Volksheilkundliche Anwendung

 

Die Quitte wurde einmal viel breiter angewendet, als dies heute der Fall ist. Die Erfahrungen zeigen, dass sie wirklich wieder vermehrt beachtet werden muss. Die Samenzubereitungen helfen auch beim Wundliegen. Pulverisierter Samen wirkt sehr schön bei Harnröhrenerkrankungen und bei Blasenentzündungen. Vom Pulver werden täglich 2-3 mal 1 Teelöffel mit etwas lauwarmem Wasser eingenommen.

 

Baumheilkundliche Anwendung

 

Ihre trockene, schützende Art hilft dem Menschen, der durch seine Sensibilität sehr verletzbar ist. Die Quitte zieht die Grenzen enger zusammen. Die Durchlässigkeit wird dichter. Menschen, die immer wieder an Krankheiten leiden, bei denen es sich um auflösende, zerfliessende, verwässernde Prozesse handelt (Schleimhauterkrankungen   Wassersucht) bietet sich die Quitte sehr direkt und ohne Umschweife an. Sie macht ihr Angebot sogar noch sehr schmackhafter.

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