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Schneeball

(Gemeiner )

Botanischer Name:

Viburnum opulus

 

 

Familie: 

Caprifoliaceae  (Geissblattgewächse)

 

 

Andere Namen:

Geisschäs, Geisschenk, Gosflirra, Weisse Holftere, Wasserholler, Wasser-Schneeball

 

 

Beeren:

Blutbeere, Gichtberi, Giftberi, rote Gimpelbeere, Glasbeere, Gugger-Beri, Hühnerbeere, Schlangenbeeren.

 

 

Vorkommen

Als heimischer Strauch ist der Schneeball in ganz Europa anzutreffen. Auch in Nord- und Westasien

 

gedeiht der Schneeball. Der Schneeball wächst in Wäldern, an Ufern und als Heckenpflanze.

 

 

Blütezeit

Mai – Juni

 

Aussehen

 

Der keine, höchstens 4-5 m hohe Strauch fällt durch seine Blätter, Blüten und später durch seine Beeren auf. Die Blätter sind denen des Feldahorns sehr ähnlich. Sie sind 3-5 lappig und grob gezähnt. Ein Kranz von grossen, unfruchtbaren Blüten
umschliesst die viel  kleineren fruchtbildenden Blüten im Innern des trugdoldigen Blütenstandes. Die roten Früchte bleiben noch längere Zeit am Strauch, auch wenn die Blätter schon abgefallen sind. Die Beeren werden selbst von den Drosseln gemieden. Sie gelten als giftig. Der verwandte Wollige Schneeball (Viburnum lanata) unterscheidet sich vom gemeinen Schneeball durch die Blüten, Blätter und durch die Früchte:

 

Blüten: 

Alle Blüten sind fruchtbar

Blätter:

Sie sind breit rau und gezähnt. Die Blattunterseite ist stark behaart und filzig anzufühlen.

Frucht:

Die Beeren sind erst rot, später dann schwarz. An der gleichen Dolde sind sie häufig gemischt.

 

Geschichtliches

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Die Geschichte des Schneeballs ist rasch erzählt. Es gibt darüber nur sehr wenig vorhandenes Material. Als Heilmittel wurde derSchneeball auch erst in jüngster Zeit verwendet. Im 15., 16. und 17. Jahrhundert waren lediglich seine abführende und brechreizer- regende Wirkung bekannt. Angewendet wurde er nicht. Auch das Volk mied ihn im allgemeinen. Nur ganz selten kam er zur Anwendung. Die Beeren des gemeinen Schneeballs hingegen werden schon seit langem als gekochter Kompott gegessen. Die heutige, offizielle Pflanzenheilkunde kennt ihn praktisch auch nicht mehr, obschon die Rinde und die Blätter einmal anerkannt waren. Der einheimische Schneeball wurde auch. wie so viele andere Pflanzen, von einem "Ausländer" verdrängt, dem Nordamerikanischen Schneeball (Viburnum prunifoliu), Leider!

 

Naturwissenschaftliche Heilpflanzenbeschreibung

 

Verwendete Teile: 

Blätter      Folia viburni opuli

 

Rinde:      Cortex viburni

Sammelzeit: 

Blätter:     März – April

 

Rinde:      März – Mai

Wirkstoffgruppe:  

Droge mit wenig erforschten Wirkstoffen

Hauptwirkstoff:  

" Bitterstoff "   Viburnin

Nebenwirkstoff:  

Gerbstoff, Glycoside, Pektin, Valeriansäure, Harze Anthocyane

 

Wirkungen

 

Hauptwirkungen:  

krampflösend, hauptsächlich im Unterleibsbereich wirksam

Nebenwirkungen: 

entzündungswidrig

 

Anwendungen

 

innerlich:

bei Menstruationskrämpfen, drohendem Abort, Sterilität der Frau, verursacht durch

 

Funktionsschwächen der Fortpflanzungsorgane

 

Zubereitungen

 

innerlich:

als Tee:    1 Teel. auf eine Tasse heisses Wasser –Aufguss.  2-3 Tassen pro Tag

 

Volksheilkundliche Anwendung

 

Die Volksheilkunde braucht heute den Schneeball praktisch nicht mehr. Früher kamen noch ab und zu die Blätter zur Anwendung. Der Aufguss davon diente als Gurgelmittel bei Mund- und Rachenentzündungen. Der Gebrauch der Rinde und der Blüten des gemeinen Schneeballs bei Menstruationsbeschwerden und drohendem Abort ist sehr erfolgreich. Die Behandlung eines drohenden Aborts muss in Absprache mit dem Arzt geschehen. Diese Möglichkeit der Hilfe sollte vom Laien nicht im Alleingang benützt werden.

 

Baumheilkundliche Anwendung

 

Es gilt dann zu versuchen, den Schneeball zu erkennen, wenn es darum geht, eine Form der Weichheit, der
Durchlässigkeit und der Hingabe zu finden.

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