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 Stechpalme

Botanischer Name:

Ilex aquifolium

 

 

Familie:

Aquifoliaceae   (Stechpalmengewächse)

 

 

Andere Namen:

Christdorn, Geisspalme, Hülse, Palmdorn, Rosslaub, Stechlaub, Stechle, Stechholder, Wachslauf, Walddistel

 

 

Vorkommen:

Da die Stechpalme an sich kälteempfindlich ist, gedeiht sie nur in Mitteleuropa Südeuropa bis nach

 

Südwestasien. In Nordeuropa ist sie praktisch nicht anzutreffen. Wildwachsend ist sie ein Unterholz

 

das hauptsächlich in Buchenwäldern anzutreffen ist. Häufig wird sie auch als Zier- und Parkstrauch angepflanzt.

 

 

Ursprünglich Herkunft:

Mittelmeergebiete, Süd- und Westeuropa

 

 

Blütezeit: 

Mai

 

Aussehen

 

Die Stechpalme fällt durch ihre glänzenden, lederartigen und immergrünen Blätter auf. Sie sind am Rand in Stacheln auslaufend und meist stark gewellt. (Es gibt noch eine stachellose Abart) Der Strauch kann auch als kleiner Baum auftreten der bis 10 m hoch wird, sofern er frei steht. Die weissen Blüten duften angenehm. Später im Herbst sind die korallenfarbigen, giftigen und mehrsamigen Beeren zu sehen. Es sind Steinfrüchte. Die Stechpalme kann ein Alter von 300 Jahren erreichen.

 

Geschichtliches

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Mit vielen Legenden umwoben ist uns die Stechpalme bis zur heutigen Zeit als ein wichtiges Heilmittel erhalten geblieben. Die religiöse Bedeutung, die die Stechpalme im Christentum hat, kommt durch die Erzählung zum Ausdruck, in der gesagt wird, dass die Palmenzweige sich in Stechpalmen verwandelt hätten, nachdem das Volk in Jerusalem rief: "Kreuzigt ihn!". So kennen wir die Stechpalme heute noch als gesegnete Pflanze, die am Palmsonntag (7 Tage nach Ostern) zu Hause das Kreuz schmückt. Dahinter verbergen sich die Überzeugung und der Glaube, dass Stechpalmenzweige Haus und Hof vor Blitz, Verhexungen und Krankheiten beschützen. Tier und Mensch sollen vor Hexen und Dämonen verschont bleiben, wenn sie von Stechpalmen begleitet sind. Als Glückwunsch an Neuvermählte übersandte man ihnen Stechpalmenzweige. Sie sollen alles Glück dem jungen Paar bringen. Als Heilmittel war die Stechpalme bereits im Altertum bekannt. Zwar ist es nicht ganz klar, ob Plinius von der eigentlichen Stechpalme spricht, wenn er von der Pflanze "Ilex aquifolia" erzählt. Anscheinend war dann im Mittelalter das Interesse an der Stechpalme nicht besonders gross, denn wir finden aus dieser Zeit nur ganz wenige Angaben. Zwar wurde schon damals aus den vergorenen Beeren Vogelleim hergestellt, doch als Heilmittel war sie eher verkannt. Später dann, im 16. Jahrhundert gelangte sie langsam zum Ruhm, ein gutes Mittel bei Gelbsucht zu sein. Heute ist es unklar, wie die Stechpalme zu bewerten ist. "Moderne" Arzneibücher führen sie nicht mehr auf. Dennoch wirken die Blätter nach wie vor und zwar mit sehr guten Erfolgen.

 

Naturwissenschaftliche Heilpflanzenbeschreibung

 

Verwendete Teile:

Blätter: Folia aquifoliae

Sammelzeit:

das ganze Jahr

Wirkstoffgruppe:

Droge mit noch wenig erforschten Wirkstoffen

Hauptwirkstoff: 

angegeben werden: Bitterstoff Ilicin, Gerbstoff

Nebenwirkstoff:  

Ilexsäure, Rutin, Ursolsäure, Theobromin, Harz Kieselsäure

 

Wirkungen

 

Hauptwirkungen:

fiebersenkend, Hustenreiz stillend, auswurffördernd

Nebenwirkungen:

schweisstreibend, Wasser treibend, harnsäuresalzlösend Theobromin, Harz, Kieselsäure

 

Anwendungen

 

innerlich:

bei Fieber, Grippeerkrankungen, Erkältungskrankheiten

 

Husten, chronischer Bronchitis, Krämpfen und Koliken Gicht und Rheuma

 

Zubereitungen

 

innerlich:  

als Tee:     1-2 Teel. auf eine Tasse lauwarmes Wasser und über Nacht zugedeckt ziehen lassen.

 

Am Morgen kurz erwärmen und absieben. Pro Tag 1-2 Tassen schluckweise trinken.

 

Volksheilkundliche Anwendung

 

Die Stechpalme gilt in der Volksheilkunde als ein sehr sicheres Mittel bei Keuchhusten. Die Erfahrung lehrt mich, dass dem
tatsächlich so ist. Nicht nur bei Keuchhusten, sondern bei allen Formen von Husten und Fiebererkrankungen zeigt die
Stechpalme ausgezeichnete Eigenschaften. Zudem wird die Stechpalme auch bei Seitenstechen, dann bei Durchfall und
Blähungen angewendet. Die Beeren (
  Vorsicht GIFTIG   ) sind in einigen Gegenden als spezielles Mittel bei Epilepsie in
Anwendung. Ich meine, dass der Laie hier nicht selber verordnen darf. Dann kommen die Blätter auch bei Schwäche und
Müdigkeit zur Anwendung. Sie eignen sich sehr schön in verschiedenen, allgemein stärkenden Teemischungen.

 

Baumheilkundliche Anwendung

 

Hin- und hergerissen zu sein und zu spüren, dass es etwas ganz bestimmtes ist, das wir suchen, ist ein unmöglicher Zustand. Nervös und unausgeglichen torkeln wir dann durch die Tage. Bis der richtige Moment da ist, die Stechpalme zu sehen. Sie führt uns dann zu uns und zu dem Etwas hin. Wir erwachen langsam, wie aus einem Dämmerzustand und werden wieder ruhiger und ausgeglichener. Die vorher meist oberflächliche Atmung wird durch die Stechpalme tiefer und gleichmässiger.

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